Wir sind wieder am Start!

Urheber: © Jan Pfeiffer
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Hallo ihr Lieben,

 

lange hat es nun gedauert, dass ich von Satchmo und mir mal wieder ein Trainingsfortschritt zu vermelden habe. Mein Beinbruch letztes Jahr und vor paar Wochen dann Satchmos Kreuzbandriss, haben uns immer wieder zurückgeschmissen.

 

NUN GEHT ES WIEDER LOS :-)

Ich selbst war sehr ungeduldig in den letzten Wochen. Die Fortschritte mit unsrer Behindertenbegleithund-Ausbildung blieben völlig aus und die einfachsten Signale setzte Satchmo zeitweise einfach nicht mehr um. Auch wenn ich mir Mühe gab, mir meinen Unmut nicht anmerken zu lassen, erwischte ich mich selbst dabei, wie ich fast aufgegeben hätte.

Satchmo brauchte richtig viel Ruhe und das sagt sich so leicht bei einem 16. Monate alten Neufundländer-Rüden. Spielen mit Artgenossen ist noch mindestens 2. Wochen verboten und mitten in der Pubertät, hat man als Rüde nichts anderes im Kopf als … Lassen wir das mal so stehen! Und dazu dann noch ein ungeduldiges Herrchen tztz.

 

Urheber: © Jan Pfeiffer

Lange Rede kurzer Sinn, wir sind wieder belastbar und haben letzte Woche Freitag das Training wieder aufgenommen. Satchmo muss in seiner Ausbildung, Dinge die mir auf den Boden fallen, zeitnahe auf Signal aufheben. Das ist schon fast die größte Hilfe in unserem Alltag, die mein Kleiner mir bereiten könnte. Wie oft möchte ich etwas trinken und bis ich endlich eine Flasche in der Küche zum Einschenken bereit habe, pflastere ich den Weg von Vorratskammer bis zur Küche mit eben diesen Flaschen. Sie fallen mir runter und das gerne kurz vor dem Ziel. Ich bin mittlerweile nicht mehr so geduldig wie vor ein paar Jahren und drüber lachen kann ich dabei schon lange nicht mehr. Ich platze eigentlich, dass mir das immer öfters mit vielen Dingen passiert.

Stellt euch nur vor, ihr habt mühsam euer Mittagessen zubereitet, und ich rede hierbei nicht von Fertiggerichten, sondern richtiges kochen mit allem drum und dran. Und dann kommt es… Auf dem Weg zum Tisch, fällt euch alles runter, und das regelmäßig 1-3-mal die Woche, so und nun zeig mir den Menschen, der da noch Geduld oder ein Lächeln im Gesicht hat. Das Essen kann mir Satchmo nicht aufheben, aber alle Dinge drumherum, und wenn der Frust, dass die Behinderung mit den Jahren ja nicht besser wird, aber wieder durch diese Kleinlichkeiten mit so großer Wirkung erträglicher, dann zaubert mir Satchmo sicher auch mal ein Lächeln zurück ins Gesicht.

 

Urheber: © Jan Pfeiffer

Wichtig, hierbei geht’s nicht um Mitleid, das brauch ich nicht! Es dient nur der Erklärung, wie wichtig Satchmo für mein Leben ist und das 24. Stunden am Tag, ganz egal wie ich persönlich gerade gelaunt bin, er macht dabei keinen Unterschied!

Seit Freitag üben wir nun das Aufheben und bringen von Wasserflaschen. Und wie man in den Videos sieht, kann ich nicht stolzer auf meinen Kleinen sein. 😊

Liebe Grüße Jan

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